Das Erleben von Motivation und Flow

Bist du teilweise auch so vertieft in etwas, dass du nichts anderes wahrnimmst und die Zeit wie im Fluge vergeht? Dieser Zustand kommt Dir sicherlich bekannt vor – man nennt dies auch „Flow Erleben“.
 
Möchtest Du mehr über diese spannende Triebkraft des Körpers für zielgerichtetes Verhalten lernen? Dann bist du hier genau richtig.
 
Im Alltag wird unter Motivation ein Handeln verstanden, das sich mit Merkmalen wie Ausdauer, Fleiss, Entschlossenheit etc… zeigt. Besonders wertvoll ist die intrinsische Motivation, welche aus Dir, deiner Person selbst entsteht – Du machst Dinge, weil sie dir Spass machen, dich erfüllen oder sie einfach sinnvoll sind.
Motivation ist ein fluktuierender Zustand, denn Du erlebst mal stärkere, mal schwächere Motivationszustände. Diese Zustände sind bei Dir und Mir auch unterschiedlich, denn jedes Individuum weist unterschiedliche Niveaus an Motivation aus.
 
Ich habe Dir einige Interessante Facts zum Thema Flow zusammengetragen, damit du während deinem Alltag mehr von diesem sehr nützlichen Zustand erleben kannst.

Was zeichnet Flow aus?

  • Der Kern von Flow ist ein vollkommenes Aufgehen in der Tätigkeit (Absorbiertsein). Du bist sehr in die Tätigkeit involviert, sodass du beispielsweise kaum Reflexionen über die Handlung hinaus machst.
  • Deine Aufmerksamkeit liegt ganz bei dieser einen Tätigkeit.
  • Du hast zudem ein Gefühl von starker Kontrolle, das heisst es bleibt kein Raum für Zweifel und Unsicherheit.
  • Deine Zeit vergeht zudem wie im Flug.

Flow und seine positiven Auswirkungen

Die folgenden Punkte zeigen Dir auf, wie essentiell Flow in der Arbeit aber auch in deiner Freizeit sein kann.
  1. Du wirst persistenter / ausdauernder. Es bringt Dich nichts aus der Ruhe. Du bleibst bei Angelegenheiten beharrlich und konstant.
  2. Du bist stets motiviert Neues zu Lernen.
  3. Dein positives Selbstwertgefühl wird grösser – Ich beherrsche das!
  4. Deine Zufriedenheit und Wohlbefinden werden immer höher.
Durch all diese Punkte wirst du kreativer, fühlst dich vollkommener und ermöglichst Dir schlussendlich eine Spitzenleistung.

Wie komme ich in den Flow Modus?

Nun jedoch zum wichtigsten Punkt. Was kann ich tun, um in den Flow Modus zu kommen?
 
  1. Passung Schwierigkeit: Deine Aufgabe darf nicht zu schwer und nicht zu einfach sein
  2. Klare Zielsetzung: Du must dir ein spezifisches jedoch realistisches Ziel setzen.
  3. Feedback: Hole Dir nach einer gewissen Zeit z.B. nach einer Pause ein Feedback von anderen – Bin ich noch auf dem richtigen Weg?
  4. Trau dich auch mal neuartige, ungewohnte Aufgaben zu machen
  5. Kein Zeitdruck: Du solltest nicht gestresst sein
  6. Keine Störung durch Telefon, E-Mails oder ArbeitskollegInnen
  7. Team: es sollte ein gutes Arbeitsklima im Team herrschen
 
Nun weisst du wie du in den Flow Modus kommst. Ich zeige dir anhand von zwei Beispielen, wie ein Flow Modus in der Arbeit und in der Freizeit entstehen kann:
 
 
In der Arbeit:
  1. Deine Aufgaben und Anforderungen sollten sich mit deiner Fähigkeit in etwa decken. Wähle nicht zu einfache Aufgaben, weil du dich sonst langweilst. Bei zu schwierigen Aufgaben kann sich daraus eine Angst entwickeln.
  2. Setze Dir ein klares jedoch realistisches Ziel – bis heute um 12:00 Uhr habe ich dieses Projekt fertiggestellt!
  3. Frage deinen Vorgesetzten oder Mitarbeitende um ein Feedback.
  4. Trau dich auch mal Neues auszuprobieren (Achtung darf nicht zu schwierig sein).
  5. Du solltest während dieser Tätigkeit nicht gestresst sein – Plane und Priorisiere deine Aufgaben.
  6. Setze deine Status auf «beschäftigt», lege das Handy zur Seite usw…
  7. Um Flow zu erleben, sollte ein optimales Arbeitsklima herrschen, bei welchem alle einander helfen und sich gegenseitig unterstützen.
 
Wandern:
  1. Wähle eine geeignete Route, welche für dich nicht zu anstrengend, aber auch nicht zu easy ist. Das Matterhorn als Anfänger zu besteigen wäre wohl nicht so ein gutes Ziel.
  2. Setze bereits zu Beginn das Ziel – wo befindet sich der Endpunkt deiner Wanderung?
  3. Durch deine Wanderfreunde bekommst du bestimmt immer Mal wieder ein Feedback. Falls du alleine unterwegs bist, gibt dir eine Fitnessuhr in deiner Picknick Pause oder nach einer Wanderung ein Feedback.
  4. Wandere die gleiche Strecke nicht 3-mal, sondern probiere neue Routen aus und entdecke die schöne Landschaft.
  5. Plane genügend Zeit ein, damit du nicht in Zeitdruck gerätst. Achte z.B. unbedingt auf die letzte Talfahrtzeit 🙂
  6. Schalte das Geschäftshandy wenigstens für eine Wanderung ab.
  7. Nimm ein paar deiner Freunde mit, mit welchen du einen unvergesslichen Tag erleben willst.

 

Side Fact: Flow Erleben wird 3 Mal häufiger in der Arbeit als in der Freizeit erlebt!

Achte deshalb unbedingt darauf, dass du in deiner Arbeit oder allgemein in deinem Alltag die obengenannten Punkte abdecken kannst 😊
 
Einfluss der Persönlichkeit
Aber nicht nur das Umfeld, sondern auch die Person selbst kann einen Einfluss auf das Flow Empfinden haben. Mihály Csikszentmihalyi konnte aufzeigen, dass gewisse Personen häufiger Flow erleben. Diese weisen unter anderem folgende Merkmale auf:
  • Setzen selbstbestimmte, realistische Ziele
  • Sehen Schwierigkeiten als Herausforderung
  • Möchten Fähigkeiten in Lerngelegenheiten verbessern
  • Die Aufmerksamkeit ist stärker auf die Handlung zentriert – nicht auf die eigene Person
 
Übrigens: Motivational kompetente Menschen wissen, was ihnen leichtfällt und ihnen gut tut.
 
Und was meinst du, gehörst du auch zu diesen Personen?
 
Ich hoffe nun sehr, dass Du etwas über das Flow-Erleben lernen konntest. Baue das Gelernte unbedingt in deinen Alltag ein und schau zu, wie sich deine Zufriedenheit steigert 😊.
 

Quellen: HSLU Unterrichtsmaterial, Wirtschaftspsychologie 2 (FS21, Woche 5

Story geschrieben von:

Vanessa

Marketing Intern

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